Imkerei vor Ort

"Die Biene ist heute von vielen Seiten bedroht. Hinzu kommt, dass es immer weniger Imker gibt. Das Problem ist vielfältig:

 

Imkerei ist körperlich anstrengend, arbeits- intensiv und wirft wenig ab. In der Masse verkaufen die 95% Hobbyimker Ihren Honig unter ihrem tatsächlichen eigenen Herstellungspreis. Dabei wird die eigene Arbeitszeit gar nicht oder weit unter Mindestlohn berechnet. Dadurch subventionieren sie den Honigpreis massiv. Das führt dazu, dass es in Deutschland so gut wie keine Berufsimker gibt und viele Jungimker wieder aufgeben. Die Folge davon ist, dass wir 80% unseres in Deutschland verzehrten Honigs importieren müssen.

 

Doch die Imkerei vor Ort ist existenziell für uns Menschen. Die Bienen Bestäuben den Großteil aller Pflanzen. Die Bestäubungsleistung ist 10 bis 15 mal so viel wert, wie der erzeugte Honig. Doch niemand zahlt die Imker für diese erbrachte Leistung. Hier subventionieren die Imker die Gesellschaft mit Milliardenbeträgen jährlich.

 

Doch es kommt noch schlimmer: Für die Bestäubung wird nicht bezahlt und dann billiger Importhonig gekauft, anstatt Honig vom Imker vor Ort. Der Importhonig verzerrt den Honigpreis, weil Imker leider meinen, sich an den Billigpreisen messen zu müssen.

 

Vielen Dank, dass Sie Ihren Honig beim Imker vor Ort zu einem fairen Preis kaufen. Mit diesem Handeln helfen Sie, die Situation der Imkerei in Deutschland zu verbessern. Danke!"

 

Besser kann man es nicht formulieren: Bioland Kollege Imkerei Honigmanufaktur Eggers bringt es auf den Punkt.

Quelle: http://www.honigmanufaktureggers.de/imkerei-1/


Bienen als Umweltspäher

An der Freien Universität Berlin wurde ein radikal neues Verfahren entwickelt, mit dem zeitlich und räumlich begrenzte Umweltbelastungen unter der Mitarbeit von tausenden von Bienen erkannt werden können und so einer präzisen Probenentnahme sowie Analyse zugeführt werden können. Dazu wertet das Team der FU Berlin mit geeigneten Detektoren innerhalb der Bienenvölker fortlaufend und automatisch die Veränderung der Kooperation und Kommunikation im Bienenvolk aus, die durch die Aufnahme von Pestiziden erfolgt.

Ziel des Verfahrens ist es die sensible auf Pflanzenschutzmittel reagierenden Honigbienen als Indikatoren für Umweltbelastungen einzusetzen. Dies gelingt, weil die Pestizide auf das Nervensystem der Bienen wirken und dabei bereits bei weit unterhalb der letalen Dosen zu Verhaltensänderungen führen. Die sozialen Bienen sind als solche Indikatoren deshalb hervorragend geeignet, weil sie in einem komplexen Netzwerk von Kommunikation stehen, das sich mit unseren Methoden fortlaufend und automatisch auswerten lässt.

 

Die Forschung findet unter der Leitung von Prof. Randolf Menzel statt. HAPEs BioBiene nimmt an dem Forschungsprojekt seit Mai 2015 für die Dauer von zwei bis drei Jahren teil.

 

Foto: In Argentinien (Buenos Aires) werden bereits Messungen durchgeführt. Die Abbildung zeigt, wie die Sonden für die Registrierungen angeordnet sind. Die Kabel gehen durch die Wand zu den Messgeräten und zum PC.

 

Link zur Website der FU Berlin


Nervengift in unseren Gärten


Ein Song für die Bienen

Fettes Brot, Ole Soul, Nathalie Dorra und viele andere singen „Let’s save the bees“ für die Bienen und eine bessere Landwirtschaft im Musikvideo von Greenpeace. hier



Kein Reisergarten am Insultheimer Hof, Hockenheim

Geschafft. Gemeinsam mit Anwohnern, engagierten Naturfreunden, Imkern und Verbänden wurde die Errichtung des Reisergartens - und damit der massive Einsatz von Pestiziden und die Rodung hunderter Obstbäume verhindert. Vielen Dank an alle Beteiligten.

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„Lehrstück gelebter Demokratie“ - Hocke
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